Am 19. Januar besuchten angehende Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung der Klassen S551 und S534 im Rahmen des Politikunterrichts die NS-Gedenkstätte in Brauweiler.
Bei einer Führung über das Gelände des ehemaligen Klosters, auf dem sich die Gedenkstätte befindet, wurden die Klassen in die mehr als tausendjährige Geschichte der Klosteranlage eingeführt. Dabei erfuhren sie unter anderem, wie das Kloster errichtet wurde, wie es ab 1815 als Arbeitsanstalt genutzt wurde (mit Zwangsarbeit für sozial Unerwünschte), wie es unter dem NS-Regime genutzt wurde und wie es schließlich als Arbeitshaus in der BRD bis in die 70er Jahre weitergenutzt wurde.
Anschließend nahmen die Klassen in den Räumlichkeiten des ‚Frauenhauses‘ an einem Workshop teil. Dabei handelt es sich um das Gebäude, in dem in der Zeit als Arbeitshaus und unter dem NS-Regime die weiblichen Insassen inhaftiert waren.
Im Rahmen einer Führung wurden die menschenverachtenden Bedingungen in den Zellen sowie die Folter und Verhöre durch die Gestapo und das Personal veranschaulicht.
Zum Abschluss des Workshops führten die Klassen eine Gruppenrecherche über die verschiedenen Persönlichkeiten des KZ-Brauweilers – sowohl Opfer als auch Täter – durch.
Abschließend reflektierten die beiden Klassen über die Eindrücke des Ausflugs: die spannende Geschichte des Klostergeländes im Kontrast zu den schrecklichen Bildern und Schicksalen unter dem NS-Regime und die gesellschaftlichen und politischen Lehren, die wir heute daraus ziehen können.


