Im April war es endlich so weit: Nach dem Besuch unserer spanischen Partnerschule Anfang Dezember in Deutschland stand nun der Gegenbesuch in Barcelona an. Im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts „Young Europeans for Democracy“ konnten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Zusammenarbeit fortsetzen und sich erneut intensiv mit dem Thema Demokratiebildung auseinandersetzen.
Bereits im Vorfeld war klar, dass der Austausch nicht nur kulturelle Begegnungen ermöglichen, sondern vor allem ein gemeinsames inhaltliches Arbeiten fördern sollte. Gemeinsam mit ihren spanischen Partnerinnen und Partnern entwickelten unsere Schülerinnen und Schüler in Barcelona eine sogenannte „Democracy Fair“. Ziel war es, jüngeren Schülerinnen und Schülern die Bedeutung demokratischer Werte näherzubringen. In verschiedenen interaktiven Formaten erklärten sie, warum Mitbestimmung, Freiheit und gesellschaftliches Engagement zentrale Elemente einer funktionierenden Demokratie sind. Dabei zeigten alle Beteiligten ein beeindruckendes Maß an Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit.
Ein besonderes Highlight war der Besuch des Parlaments, bei dem unsere Gruppe direkte Einblicke in politische Entscheidungsprozesse erhielt. Theorie und Praxis konnten hier auf eindrucksvolle Weise miteinander verknüpft werden. Ebenso prägend war der Ausflug nach Montjuïc, wo sich unsere Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte Spaniens auseinandersetzten. Die Besichtigung der dortigen Festung, die unter anderem auch als Gefängnis während der Franco-Diktatur genutzt wurde, ermöglichte es, historische Parallelen zur deutschen Vergangenheit zu ziehen. Diese intensive Auseinandersetzung mit Diktatur und Demokratie machte deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur und politische Bildung für junge Europäerinnen und Europäer sind.
Neben der inhaltlichen Arbeit kamen auch die kulturellen Erlebnisse nicht zu kurz. Natürlich standen berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Familia und der von Gaudí gestaltete Park Güell auf dem Programm. Diese beeindruckenden Orte vermittelten nicht nur ein Gefühl für die Architektur und Geschichte Barcelonas, sondern sorgten auch für viele gemeinsame Eindrücke, die lange in Erinnerung bleiben werden.
Darüber hinaus war der Austausch geprägt von zahlreichen persönlichen Begegnungen. Ob beim gemeinsamen Essen, bei Spaziergängen durch die Stadt oder bei entspannten Momenten am Strand – es entstanden viele neue Freundschaften und ein echtes Gefühl europäischer Gemeinschaft. Genau diese zwischenmenschlichen Erfahrungen sind es, die ein Erasmus+-Projekt so wertvoll machen.
Insgesamt blicken wir auf einen äußerst gelungenen Austausch zurück. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur ihre Sprachkenntnisse erweitern, sondern auch wichtige Kompetenzen im Bereich der Demokratiebildung entwickeln. Der Aufenthalt in Barcelona hat einmal mehr gezeigt, wie bedeutend internationale Zusammenarbeit und interkultureller Austausch für ein gemeinsames europäisches Verständnis sind.
