In was für einer Welt wollt Ihr eigentlich leben?
Diese Frage stellte Rabea Weber, Referentin des EL-De-Haus an Auszubildende aus dem Bildungsgang Fachkraft für Lagerlogistik, als diese im Rahmen ihrer AG “Gewalt und Rassismus damals und heute – Mut machen zu couragiertem Auftreten!” am 18. Juni 2025 das EL-DE-Haus, die Nazi-Gedenkstätte in Köln besuchten.
„Wir waren im EL-DE-Haus in Köln, dem NS-Dokumentationszentrum,“ so beschreibt Ariz Tawik die Erfahrungen der Exkursion: „Zu Beginn haben wir etwas über die Geschichte der Gestapo in Köln erfahren – also darüber, wie sie gearbeitet hat, wie sie Menschen verfolgt und verhört hat, und was für eine Rolle das Gebäude damals gespielt hat. Danach sind wir in den Keller gegangen, wo früher die Gefängniszellen der Gestapo waren. Dort haben wir uns alles genau angeschaut: die Zellen, die Gänge und die Wandinschriften, die von den Häftlingen stammen. Es war sehr eindrücklich und hat uns gezeigt, wie schlimm die Zeit damals für viele Menschen gewesen ist.“
Eine solche Zeit dürfe sich niemals mehr wiederholen, so der Konsens aller teilnehmenden Schüler*innen.
Nur wie ist die zukünftige Welt zu gestalten? Mit Freiheit und Selbstbestimmung? Oder wie damals mit Gleichschritt und der Aufgabe jeder Individualität?
Einige der Auszubildenden können sich eine Wiederholung der unmenschlichen Zeit des 3. Reiches vorstellen. Deshalb sind heute und jetzt couragierte Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen – im privaten Alltag genauso wie im öffentlichen Leben – so auch in der Schule wie im Betrieb!

